Modern Warfare. Diese beiden Worte setzen die Messlatte für alle Ego-Shooter, die derzeit erscheinen oder in den nächsten Monaten erscheinen werden in beinah unerreichbare Höhen. Nicht einmal der starke Nachfolger konnte die Sensation, die 'Call of Duty 4' seinerzeit auslöste, übertrumpfen. Nun, da Infinity Ward quasi auseinandergerissen um Fassung kämpft, liegt die Zukunft der beliebten Reihe erst einmal in Händen des Entwicklerstudios Treyarch.
Bisher haben die Mannen zwar immer einen guten, aber nie exzellenten Job gemacht und konnten die Spiele aus dem Hause Infinity Ward schon gar nicht in den Schatten stellen. Eine eigentlich denkbar ungünstige Konstellation für 'Call of Duty: Black Ops', könnte man meinen. Doch nach Sichtung des ersten Materials dürfen wir glücklicherweise davon ausgehen, dass uns dieses Mal keine 1:1 Kopie eines Infinity Ward-Spiels in Haus steht und der Titel den ein oder andere überraschen wird.
Auf nach Kuba
Was bisher wenigen geläufig ist, aber wohl feststeht, ist, dass 'Call of Duty: Black Ops' weder in einem der Weltkriege, noch in naher Zukunft spielt. Vielmehr wird sich Treyarch wohl am äußerst interessanten und historisch noch lange nicht vollständig aufgearbeiteten Kalten Krieg versuchen und den neuen Titel in diesem Setting ansiedeln. Eine gute Idee, die beispielsweise schon in 'Metal Gear Solid 3' hervorragend funktioniert hat.
Dabei scheinen die Entwickler auf eben den gleichen verschwörungstheoretischen Storyansatz wie seinerzeit Hideo Kojima zu setzen. Wie sonst wäre die Aussage des Chefentwicklers Lamia einzuordnen, der vor kurzem fragte: „Wer weiß schon, was wirklich im Kalten Krieg geschehen ist?“
So passt auch der Black Ops-Untertitel des neusten Call of Duty-Sprosses ins Schema. Im Kalten Krieg sollen nämlich tatsächlich besonders riskante und politisch brisante Einsatze unter eben jenem Namen gelaufen sein, die allerdings bis heute von jeder Regierung beharrlich geleugnet werden. Einen schöneren Spielplatz für skurrile und packende Storyideen kann es eigentlich nicht geben. Zudem ist das Setting unverbraucht und bietet viele Schauplätze, wie z.B. Kuba und speziell die Schweinebucht, die in Videospielen bisher keine oder kaum eine Rolle spielten. Dazu passend präsentierte Treyarch kürzlich auch zwei erste Missionen, zu denen es zwar keinerlei Informationen im Stile des Ortes oder der Zeit gab, die aber schon deutlich zeigten, wo es hingehen wird.
Besonders auffällig war dabei die Inszenierung, die bekanntlich das Herzstück jedes modernen Call of Dutys ist. So durfte sich der geneigte Spieler zum einen hinters Steuer eines für den Kalten Krieg typischen Luftvehikels klemmen und die befreundeten Bodentruppen auf ihrem Weg durch feindliches Gebiet begleiten, nur um kurze Zeit später selbst als Soldat mit zerstörerischer Armbrust einzugreifen. Dabei präsentierte sich der Missionsablauf gewohnt filmreif und vor allem grafisch auf allerhöchstem Niveau.
Auch einige Neuerungen konnte man erspähen, was natürlich für Wohlgefallen sorgte. Weitere Rätsel gibt dafür die zweite gezeigte Mission auf. Diese spielt nämlich während des Vietnamkrieges und spiegelt die Ereignisse der Schlacht von Hue wieder, bekanntermaßen eine der blutigsten Auseinandersetzungen des erbarmungslosen Krieges. Dort schafften es wenige Amerikaner, die Übermacht der Vietnamesen in einem dramatischen Häuserkampf zu brechen - gleich, wenn die Stadt wie damals gewohnt außerdem noch aus der Luft dem Erdboden gleichgemacht wurde.
Als Soldat kämpft man sich inklusive eindrucksvoller Inszenierung durch die engen Gassen, seine Schrotflinte mit Feuerpatronen im Anschlag. Eine Erfahrung, die der des neusten Modern Warfare-Teils sogar einiges an Intensität voraus hat. Wie angedeutet, wurde bisher allerdings noch nichts Konkretes über die Geschichte preisgegeben. Klar dürfte das Setting sein, auch wenn der Kalte Krieg quasi weltweit stattfand, weshalb man die Orte, an denen man spielen wird, nicht lokal eingrenzen kann. Mit Russland und Vietnam darf man aber schon mal rechnen.
Kuba wäre natürlich auch eine höchst willkommene Abwechslung. Ebenso darf man von einer wendungsreichen Geschichte der Mitglieder der historisch nicht bestätigten Black Ops ausgehen, die sich dann sicherlich nicht an die geschichtlichen Fakten halten wird. All das klingt natürlich äußerst spannend und wird durch die, zumindest bisher gesehene, starke Inszenierung hervorragend untermauert. Treyarch hält es allerdings wie die Geheimdienste jener Zeit und gibt so wenig wie möglich preis. Einzig einige Informationen zum Multiplayer sind bekannt und die Tatsache, dass sich das komplette Studio auf die Entwicklung von 'Call of Duty: Black Ops' konzentriert.
So wird es einen Koop-Modus geben, der bis zu vier Spieler unterstützt. Ob man aber die Geschichte mit seinen Freunden durchspielen kann, darf bezweifelt werden. Treyarch äußerte sich dazu in der jüngsten Vergangenheit negativ. Man wolle eher so etwas wie ein umfangreicheres Special Ops-System aus Modern Warfare 2 integrieren. Außerdem soll es bessere Individualisierungs- und erweiterte Socializing- Möglichkeiten im Multiplayer-Modus geben. Wie die genau aussehen, ist jedoch, na klar, noch nicht bekannt. Zu guter Letzt wissen wir noch, dass es im Gegensatz zu Call of Duty: Modern Warfare 2 endlich wieder Dedicated Server geben wird. Eine frohe Nachricht für alle Onlinespieler.
Ersteindruck von Riad Oelschlägel
Ganz ehrlich: Ich hatte von Call of Duty: Black Ops rein gar nichts erwartet, war World at War für mich schließlich auch nur ein lauer Aufguss von Modern Warfare samt Settingwechsel. Doch die ersten Bilder und Videos überzeugen mich bereits jetzt vom Gegenteil. Treyarch scheint aus der Vergangenheit gelernt zu haben und die Chance zum neuen, führenden Entwickler der beliebten Ego-Shooter-Reihe aufsteigen zu können, nutzen zu wollen. Durch das höchst interessante Setting und die bereits gesehenen Ideen könnte das sogar klappen, vorausgesetzt die elektrisierende Spannung und die euphorisierenden Verbesserungen in Inszenierung und Gameplay werden anständig ins Spiel integriert und können dort auch über die gesamte Dauer der Kampagne und auch im Multiplayer-Modus überzeugen.
naja, Treayarch ist nicht IW, d.h. die haben auch kein IWNet und müssen daher wohl notgedrungen auf Dedi-Server zurückgreifen.... was für die Zocker-Gemeinde wiederum von Vorteil sein dürfte...
Aber: habt ihr mal die Gerüchte mitbekommen, dass der Multiplayer ggf. Kohle kosten könnte?
Ich persönlich werd's mir nicht gleich in der ersten Woche kaufen, sondern erstmal ein paar Tage abwarten und Beurteilungen / Feed-Back aus der Zockergeinde abwarten (die gemachten negativen Erfahrungen mit MW2 lassen grüßen) Ich hab' keine Ahnung, aber davon 'ne ganze Menge...
Gerüchte sagen:
der Multiplayer in der Grundversion sei kostenlos... ABER: zusätzliche Features (z.B. Ausrüstung, Fähigkeiten, Turniere, Ranglisten) könnten/sollen wohl Geld kosten
Ganz entgegen der Restriktionen, die PC-Spieler bei ihrer Fassung des Infinity Ward-Shooters "Call of Duty: Modern Warfare 2" über sich ergehen lassen mussten, handelt Treyarch mit ihrem im November erscheinenden "Call of Duty: Black Ops". Das Entwicklerstudio gab nun bekannt, dass die Rechenknecht-Version Modifikationen unterstützen wird. Jedoch nicht von Anfang an.
"Wir planen das Spiel für Modder irgendwann nach der Veröffentlichung zu öffnen. Wir wissen noch nicht, in welchem Ausmaß man in der Lage sein wird, das Spiel zu modifizieren. Es gibt einige rein technische Probleme in Verbindung mit der Engine und unsere Tool-Erweiterungen passen nicht so einfach ins Modtool-Schema. [...] Aktuell sind wir aber komplett darauf konzentriert, das Spiel fertigzustellen."
Treyarch will Moddern übrigens auch die Developer Console zugänglich machen. Man darf also wohl auf ein paar nette Karten, Waffen und eventuell auch Total Conversions hoffen.
Wie versprochen gab Treyarch neue Infos zu dem Multiplayer-Modus des im November erscheinenden 'Call of Duty: Black Ops' preis. Demnach wird es möglich sein, gegen Bots anzutreten und sich auf diese Weise mit dem Multiplayer-Modus vertraut zu machen. Diese Modus wird „Combat Training“ heißen und sogar ein eigenes Rangsystem erhalten. Wer sich also (vorerst) nicht online gegen andere Spieler messen möchte, sollte hier auf seine Kosten kommen.
Neben der bislang bekannten Modi wird 'Black Ops' gleich vier verschiedene Free For All-Spielweisen bieten, die allerdings separat von dem üblichen Rangsystem laufen werden. In diesen sogenannten 'Wager Matches' werden die Spieler um die neuen CoD Points (CP) spielen. Dabei kann jeder Spieler seinen eigenen Einsatz bestimmen. Die besten drei Spieler einer Runden teilen die Punkte dann unter sich auf.
Hier eine Übersicht über die vier verschiedenen „Wager Match“-Spielmodi:
One in the Chamber:
Alle Spieler starten ein Free For All mit nur drei Leben und einer Pistole mit lediglich einer Kugel. Schafft man es einen anderen Spieler auszuschalten, erhält man eine weitere Kugel.
Stick and Stones:
Alle Spieler starten mit der aus dem vergangen Trailer bekannten Armbrust, einen ballistischen Messer und – neu – einem Tomahawk, welcher von der Spielweise her dem Wurfmesser aus 'Modern Warfare 2' ähnelt. Wird ein Spieler mit dem Tomahawk ausgeschaltet, verliert er all seine bislang gesammelten Punkte.
Gun Game:
Alle Spieler starten mit der Pistole. Mit jedem Kill erhält man eine bessere Waffe. Der erste Spieler, der alle Waffen freigeschaltet hat, gewinnt. Wird man mit dem Messer abgemurkst, verliert man eine Waffe.
Sharp Shooter: Alle Spieler starten mit derselben, zufällig ausgewählten Waffe. Nach kurzer Zeit werden die Waffen gewechselt. Ebenfalls zufällig. Jeder Kill schaltet ein weiteres Perk frei.
Neben dieser neuen Spielmodi, gab Treyarch auch noch Aufschluss über das Anpassen der eigenen Waffen. So wird es möglich sein, seine Waffe mit eigens erstellten Symbolen und Decals zu verzieren. Das Ganze geht sogar so weit, dass man das Rotpunkt-Visier komplett verändern und seinen eigenen Vorstellungen anpassen kann.
Ebenfalls schon aus dem Trailer bekannt, wurde der Theater Mode nun näher vorgestellt. Wie vermutet lassen sich hier Clips und Screenshots aufzeichnen und mit Freunden online teilen. Dazu kann man zwischen Ego- oder die Third Person-Perspektive wechseln oder mit der Kamera frei durch die Maps fliegen, um seine gewünschte Einstellung zu finden.
also "ONE IN THE CHAMBER" hört sich für mich am besten an.
Ich hoffe, dass ich mir das Spiel holen werde, kann es kaum noch erwarten.
Du kannst in einem 100m Becken, keine 200m Bahnen schwimmen
CoD: Black Ops – Dedi-Server exklusiv bei Gameservers.com
By Apollo on 02 September 2010 in PC0 Comments
Wie angekündigt, hat Entwickler Treyarch auf ihren gestrigen Multiplayer-Event weitere Details zum Multiplayermodus von Call of Duty: Black Ops enthüllt.
Für die PC-Version des Spiels wird es Dedicated Server geben. Allerdings wie auch bei Battlefield Bad Company 2 gibt es keine Public Server Files, sondern man muß einen entsprechenden Gameserver bei einen Anbieter mieten.
Hierfür wurde nun ein exklusives Abkommen mit Gameservers.com geschlossen. Wobei die Konditionen für einen z.B. Ranked 18er für 14,95$/Monat (ca. 12€), keine Setupgebühr, jederzeit kündbar, Serverstandort in Frankfurt nicht unbedingt schlecht sind …
Neben einen neuen Replay-Editor gibt es auch ein “Combat Training”, in dem man gegen Bots spielen kann.
Außerdem kann man sich im Spiel zusätzlich zu den bekannten Erfahrungspunkten sogenannte “Credit Points” verdienen.
schade, schade, schade.... aber irgendwie hab ich's doch geahnt, dass da mindestens ein Haar in der Suppe schwimmt... Ich gehe mit euch jede Wette ein: das war nicht die letzte Kröte, die wir bei CoD:BO schlucken sollen.
Zuletzt modifiziert von KoX--85-- am 03.09.2010 - 15:24:00
Ich hab' keine Ahnung, aber davon 'ne ganze Menge...